SPNV-Unternehmen bedauern ablehnende Haltung der Gewerkschaften zum Rahmentarifvertrag
Berlin, 11. Februar 2010. Die Gespräche zur Schaffung eines einheitlichen Rahmentarifvertrages im privaten Eisenbahngewerbe sind vorerst beendet. Die großen privaten Anbieter von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hatten sich heute zu einer weiteren Gesprächsrunde mit den Gewerkschaften TRANSNET/GDB und GDL getroffen.
In dem von den SPNV-Unternehmen angebotenen Modell eines Rahmentarifvertrages sollten die wesentlichen Bedingungen für die Beschäftigten geregelt werden. Ziel ist es aus Sicht der Unternehmen, einheitliche Rahmenbedingungen und Mindestbedingungen mit regionalen Differenzierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten im SPNV zu schaffen.
Grund für den Abbruch der Gespräche ist das Tarifdiktat der Gewerkschaften. Diese erheben zur unabdingbaren Voraussetzung für die Aufnahme von konkreten Verhandlungen, dass das DB-Gehaltsniveau eingeführt wird.
Die Festschreibung dieses historisch gewachsenen Monopolniveaus bei allen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen gefährdet die in den letzten Jahren durch den Wettbewerbsmarkt geschaffenen zahlreichen Arbeitsplätze. Durch diese Steigerung der Stundenlöhne, die heute deutlich im zweistelligen Bereich liegen und durch Tarifverträge mit TRANSNET/GDBA und GDL in den letzten Jahren ausgehandelt wurden, würde sich in Folge das Angebot im SPNV für die Fahrgäste deutlich verschlechtern.
Die privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen stehen für einen attraktiven Nahverkehr mit auskömmlichen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen.
Die an den Gesprächen beteiligten SPNV Unternehmen bedauern das Scheitern der Gespräche, sind aber nach wie vor gesprächsbereit.
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11. Februar 2010